Unser Einsatz in Kasachstan – Hilfe, die ankommt
7. April 2026

Unser Einsatz in Kasachstan – Hilfe, die ankommt

Aktuell befinden sich Janina, Nina, Darja und Anika vom Team Kesha direkt vor Ort in Kasachstan, um die Tierschutzarbeit aktiv zu unterstützen und den Hunden in Aksu-Pawlodar zu helfen. Die Reise ist für unser Team nicht nur ein wichtiger Schritt, um gezielt Hilfe zu leisten, sondern auch, um die Situation mit eigenen Augen zu sehen und langfristige Unterstützung noch besser planen zu können.


Wie alles begann

Im November 2023 wurden wir eher zufällig über Instagram auf ein Tierheim in Aksu-Pawlodar, Kasachstan, aufmerksam. Die dortigen Zustände und Lebensbedingungen erschütterten uns zutiefst und machten uns zunächst sprachlos. Besonders berührte uns das Schicksal einer Hündin, die an einer kurzen Kette angebunden war, kaum zur Ruhe kam und fast ununterbrochen weinte.

Ohne zu zögern nahmen wir Kontakt zu Elena auf – der Frau, die dieses Tierheim mit eigener Kraft aufgebaut hat. Wir boten unsere Hilfe an und fragten, ob wir die Hündin übernehmen dürften. Elena stimmte sofort zu und war unendlich dankbar über jede Unterstützung.


Die Lebensbedingungen vor Ort

Die Situation im Tierheim ist schwierig:
Die Hunde leben überwiegend an kurzen Ketten und haben lediglich einfache Hütten als Schutz. Einmal täglich werden sie gefüttert.

Im Winter, bei Temperaturen von bis zu -30 Grad, kocht Elena warme Mahlzeiten wie Buchweizen oder Reis mit Fleisch, um die Hunde wenigstens etwas zu stärken. Im Sommer greift sie auf Trockenfutter zurück, da das Kochen bei der Hitze kaum möglich ist.

Aktuell leben rund 100 Hunde im Tierheim – alle sind auf Elenas tägliche Versorgung angewiesen.


Elena – allein im Einsatz

Elena liebt Hunde schon ihr ganzes Leben lang. In Kasachstan gibt es jedoch eine erschreckend große Anzahl an Straßenhunden. Es ist dort legal, diese zu erschießen, um Städte „sauber“ zu halten. Diese Einsätze werden sogar angekündigt – eine Realität, die kaum vorstellbar ist.

Elena konnte irgendwann nicht mehr wegsehen und begann, Hunde bei sich aufzunehmen. Schließlich stellte ihr die Stadt ein Grundstück für zunächst vier Jahre zur Verfügung. Um sich vollständig den Tieren widmen zu können, kündigte sie ihren Job.

Seitdem ist sie täglich im Tierheim – füttert, versorgt und kümmert sich um die Hunde, größtenteils ganz allein. Zwar erhält sie gelegentlich Unterstützung, doch eine kontinuierliche Hilfe gibt es nicht.

Da ihr die finanziellen Mittel für den Bau von Zwingern fehlen, bleibt ihr oft keine andere Möglichkeit, als die Hunde an Ketten zu halten – eine in Kasachstan weit verbreitete Praxis, insbesondere auf dem Land.


Unser bisheriger Einsatz

Im Juni 2024 reiste unsere erste Vorsitzende erstmals nach Kasachstan, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und Elena persönlich kennenzulernen.

Seitdem konnten wir bereits über 26 Hunde aus Kasachstan nach Moskau bringen. Viele von ihnen haben inzwischen ein liebevolles Zuhause gefunden. Acht Hunde warten aktuell noch auf ihre Familien und hoffen auf ihre Chance.


Unser Team aktuell vor Ort

Mit der aktuellen Reise von Janina, Nina, Darja und Anika möchten wir unsere Hilfe weiter ausbauen. Vor Ort unterstützen sie Elena bei der Versorgung der Hunde, organisieren dringend benötigtes Futter, helfen bei Rettungen und packen überall dort mit an, wo Hilfe gebraucht wird.

Gleichzeitig dokumentieren sie ihre Eindrücke, um auf die Situation aufmerksam zu machen und weitere Unterstützung zu mobilisieren. Über unsere Instagram-Kanäle kann die Reise begleitet werden – transparent, direkt und nah dran.


Gemeinsam für die Hunde

Jeder einzelne Hund dort hat eine Geschichte. Viele haben Leid erfahren, wurden ausgesetzt oder wären ohne Hilfe nicht mehr am Leben.

Unser Ziel ist es, diesen Tieren eine Zukunft zu ermöglichen – Schritt für Schritt, Hund für Hund.

Doch das schaffen wir nicht allein.

Diese Hunde haben niemanden außer uns.
Und genau deshalb geben wir nicht auf. 💛